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KRITIKEN

KIRCHSTETTEN/ Staatz/ NÖ: LE NOZZE DI FIGARO – Premiere - Peter Dusek


Schloss Kirchstetten bei Staatz (NÖ): KIRCHSTETTEN MIT MOZART’S FIGARO WEITER AUF ERFOLGSKURS (4.8.2012)

Man nennt es stolz „Österreichs kleinstes Opernhaus“ und segelt weiterhin voll Enthusiasmus auf Erfolgskurs – die Rede ist von der ambitionierten Truppe rund um Intendant Stephan Gartner, die seit nunmehr seit 10 Jahren im barocken Obergeschoß von Schloss Kirchstetten bei Staatz im Bezirk Mistelbach Low-Budget-Produktionen von Opern wie Traviata oder – heuer- Le Nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart (Text Lorenzo da Ponte) herausbringt. Das Orchester besteht denn auch nur aus 10 Musikern( 2 x Violine, Bratsche, Cello, Kontrabass, Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott sowie Klavier) und der Dirigent Hooman Khalatbari, ein aus Teheran stammender Musiker mit Berufs-Background Graz, vollbringt das Wunder, diese kleine Schar, die sich Kammerorchester Schloss Kirchstetten nennt wie ein ganzes Orchester klingen zu lassen. Und ähnliches erreicht auch der Regisseur, der aus Ungarn stammende Csaba Nemedi, der in Wien studierte und seine Lehrjahre in Zürich bei Martin Kusej oder Giancarlo Monaco absolvierte. Im Grunde gibt es nur Requisiten und Kostüme (Ausstattung Gianpiera Bühlmann) – und unkonventionelle Ideen, die etwa das Finale des Figaro mit der Geburt eines (weiteren) Kindes für Graf und Gräfin Almaviva zusammenfallen lassen. Und den Volleinsatz der Mitwirkenden, die den ca. 170 Personen tatsächlich Oper „hautnah“ vermitteln. Auf der Bühne – sie ist nicht viel mehr als ein Laufsteg – treffen sich Talente mit mehr oder weniger Zukunft. Wobei diesmal Figaro und seine Susanna zu den besonders „Karriereverdächtigen“ gehören. Marco Ascani ist ein fescher, besonders sympathischer Kammerdiener aus Italien, der auch als Soap-Star alle Chancen hätte. Seine Stimme sitzt, ist nicht gerade das, was man eine Röhre nennt, aber insgesamt ist er doch eine Idealbesetzung. Seine dunkelhäutige Susanna –Asha Lindsey-stammt aus den USA, studierte in New York und ist hinreißend in ihrem natürlichen Charme, mit ihrer Piano-Kultur und ihrem engagierten Spiel. Weniger Begeisterung lösen das Grafen-Paar aus. Die beiden Ungarn Tamas Clementis (Conte) und Klara Kolonits (Contessa) überzeugen mehr durch das engagierte Spielen als durch vokale Qualitäten, während Cherubin – Valentyna Halushko – aus der Ukraine – eher durch den hochdramatischen Duktus beeindruckt – aber insgesamt doch zu herb, zu „burschikos“ ist. Ausgezeichnet sind hingegen auch die kleineren Rollen besetzt: Etelka Polgar ist eine witzige, üppige Marcellina im Stil der „Rounder Girls“, Gelu Dobrea aus Rumänien als Bartolo (und auch Gärtner) sprengt mit seiner Stimme fast den intimen Rahmen des Maulpertsch-Saales . Janos Szerekovan ist ein köstlicher Basilio, Roman Pichler ein (gekürzter) Don Curzio und Barbara Szymanska eine herzerfrischende Barbarina – die polnische Lyrische hat das Zeug, in den Fußstapfen einer Janowitz oder Gruberova zu wandeln, die ihre große Karrieren ebenfalls mit der Barbarina begonnen haben.

Am Ende trotz Gefahr eines Hitzekollers frenetischer Applaus und großer Jubel. Der Enthusiasmus hat sich offenbar gelohnt!

Peter Dusek


Verjüngungskur für Don Giovanni - Von Tobias Hell - München - Immling: Mozart und Regisseurin Petra Meyer bejubelt.


Hat man auf Gut Immling nun vor einem Skandal gezittert oder eher insgeheim darauf gehofft? Mit endgültiger Sicherheit werden wir das wohl nie erfahren. Aber ein wenig Skepsis war da schon angebracht, als das Pressebüro des Chiemgauer Opernfestivals kurz vor der „Don Giovanni“-Premiere extra noch einmal über „befruchtende Spannungen“ zwischen Regisseurin Petra Luisa Meyer und Dirigent Georg Schmöhe informierte, der sich angeblich an den „lautstarken Liebesspielen“ auf der Bühne gestoßen haben soll. Doch egal, was nun der Hintergedanke dieser Indiskretion gewesen sein mag, statt schockierten Ohnmachtsanfällen und empörten Buhrufen erntete die Produktion einstimmigen Jubel vonseiten des Publikums. Warum auch nicht? Schließlich war Mozart ja bekanntermaßen selbst alles andere als ein Kind von Traurigkeit.

Darüber hinaus ist die harmlose Schnacksel-Episode (die weit weniger zeigt, als jede beliebige Vorabendserie) keineswegs der einzige Einfall, den die flotte Inszenierung zu bieten hat. Wenn es die Regisseurin dann aber doch mal etwas eindeutiger zur Sache gehen lässt, huldigt sie damit trotzdem nur selten dem platten Voyeurismus und bleibt stets ihrem Konzept treu. Meyers Don Juan ist nun mal einer, der die Frauen im wahrsten Sinne des Wortes wie die Luft zum Atmen braucht und sich bereits während der Ouvertüre unter dem Rock von Donna Anna eine kleine Verjüngungskur holen muss, ehe das dramma giocoso seinen Lauf nehmen kann. Wobei Adam Kim als Titelheld sichtlich Spaß daran hat, sich diesem bestrafenswerten Wüstling mit Haut und Haaren auszuliefern. Und das offenbar nicht nur, weil ihn hier permanent zehn fesche Signorinas aus der Statisterie umschwärmen dürfen.

Auch vokal zieht der Koreaner alle Register. Mal martialisch aufbegehrend, mal als eleganter Verführer, der die Herzen mit einem sanften Ständchen zum Schmelzen bringt. Selbst als Wolf im Schafspelz bleibt er aber einer, der sich ohne Rücksicht nimmt, was er will. Und im Zuge dessen schon mal den armen Ottavio (János Szerekován) beim kultiviert gesungenen „Dalla sua pace“ mit seiner kraftvoll geschmetterten Champagner-Arie harsch unterbricht und ungalant von der Bühne schiebt. Solche Abkürzungen hätte man sich übrigens ruhig etwas öfter gönnen dürfen.

Denn Georg Schmöhe zelebriert am Pult der Münchner Symphoniker eher einen altmodisch schweren Mozart, der von den Sängern oft einen langen Atem verlangt und das Geschehen nur selten so temporeich vorantreibt, wie es die szenische Umsetzung tut. Aus der Bahn werfen ließ sich von diesem leichten Ungleichgewicht dennoch keiner im Ensemble. Weder der spielfreudige, in der Höhe aber etwas stumpfe Leporello von Jacek Janiszewski noch Jana Dolezilková, die als heiratswütige Donna Elvira das Brautkleid stets griffbereit zur Hand hat und ihrer Figur mit ausladendem Sopran beinahe hochdramatische Züge verleiht. Trotzdem steht sie am Ende ein wenig im Schatten von Ivi Karnezi. Die macht nämlich nicht nur in den geschmackvollen Kostümen von Wiebke Horn eine gute Figur, sondern liefert dazu auch noch ein stimmlich fulminantes Porträt der Donna Anna. Womit sie neben der jugendlich frischen Zerlina von Olga Czerwinski wohl als die Entdeckung des Abends gelten darf.


Haydn und „Die Wurzeln der Seele“ In: PécsMa.hu 10 Sept. 2010.


Die Sinfonietta aus Fünfkirchen und der Heidelberger Madrigalchor haben am 4.September die Zuhörerschaft in die Wurzeln des kirchenmusikalischen Schaffens von Joseph Haydn eingeführt, der als Meister der Symphonien und Streichquartette bekannt ist. Im gemeinsamen Konzert in der Reformierten Kirche von Fünfkirchen- Gartenstadt haben sie die „Cäcilienmesse“ in C-Dur aufgeführt. Am nächsten Tag hat im Barbakan Burggraben das Trio Arco unter dem Titel „Die Wurzeln der Seele“ Branauer Wiegenlieder der Minderheiten im Rahmen des Pan Balcan Art Pikniks gesungen. Die Fünfkirchener Sinfonietta, das Symphonische Kammerochester der Pannonischen Philharmoniker, hat schon Anfang Juni ein Konzert in der Kirche der Fabrikstadt gegeben, wo als Abschluss die Symphonie „Der Bär“ von Haydn in einer Aufführung erklang, die die besten Traditionen der Alten Musik hervorgerufen hat.

Für das jetzige Konzert hat sich die Sinfonietta mit Konzertmeister László Gergely auf hohem Niveau für die Aufführung eines in Fünfkirchen selten zu hörendes kirchenmusikalischen Werkes, die vermutlich 1776 komponierte „Cäcilienmesse“ in C-Dur vorbereitet, welches sie aufgrund der persönlichen Kontakte des Konzertmeisters zusammen mit dem Heidelberger Madrigachor aufgeführt hat.

Das im Jahr 1971 gegründete deutsche Ensemble ist schon 2007 in der damaligen europäischen Kulturhauptstadt Hermannstadt aufgetreten. Der [jetzige] gemeinsame Auftritt der Ensembles der zwei Städte war eine musikhistorische Tat von Rang, wodurch wir Einblick in den auf die Barocktraditionen und auf Bach zurückschauenden, aber viele eigenständige Züge zeigenden kirchenmusikalischen Stil des jungen Haydn gewinnen konnten.

Neben dem zuverlässigen, gute Leistung zeigenden Orchester hat der von Michael Sekulla

geleitete, seine lediglich dreißigköpfige Zahl mit stilvoller und kraftvoller Dynamik Lügen strafende Chor die entsprechende Basis für die Entfaltung des Messetextes gegeben. An ein, zwei Stellen hätte der Klang vielleicht etwas nuancierter sein können.

Die vier jungen Solisten Annamária Barabás (Sopran), Krisztina Simon (Alt), János Szerekován (Tenor) und Marcell Bakonyi (Bass) verfügen alle über außergewöhnliche klanglichen Gaben, wobei die Sopranistin und der Tenor auch musikalisch auf einem außerordentlich hohen Niveau gesungen haben.

P.S. Der restliche Artikel betrifft uns nicht, wurde aber der Vollständigkeit halber in der Ungarischen Originalversion behalten.


Mozart: Don Giovanni Szeged, Hungary 2007 Tamás Márok – Színház.net


János Szerekován unterscheidet sich von K.T., er ist ein geborener Mozart-Tenor. Er singt beide Arien in seiner natürlichen Stimme, was sofort signalisiert: Ottavio’s Gefühle für Anna sind sehr ehrlich. Während wir lachen, können wir auch mit empfinden. Er gibt der „Dalla sua pace” eine besondere Bedeutung. K.T. hat das völlig vernachlässigt.


Rossini: L’italiana in Algeri Budapest, Hungary 2008 Café Momus


Die Ausnahmeerscheinung war János Szerekován in der anspruchsvollen Rolle des Lindoro.

Die Partie des Koloratur-Tenors als solche war in Ungarn nach József Réti untergegangen. Szerekován’s Darstellung ist ein frischer Farbspritzer auf die blassen Versuche der Generationen nach Réti. Er wagt sich an die Aufgabe vom stimmlichen Gesichtspunkt aus und geht sehr selbstbewusst an die ungewöhnliche und technisch herausfordernde Rolle.

Weil er die Sprache flüssig beherrscht, wurde ihm auch die Rolle eines Quizmasters angeboten, die er in sehr guter Weise ausfüllte.


Bach: St Matthew Passion Craiova, Romania 2007 Anca Florea – Online Gallery


János Szerekován, Tenor, ein wahres Phänomen. Er wurde in Marosvásárhely geboren, singt jetzt in Ungarn. Er beeindruckt seine Zuhörerschaft mit der Wärme und Schönheit seiner Stimme, mit Präzision und erstaunlichen Nuancen in seiner stilistisch perfekten Aufführungspraxis.


Donizetti: Don Pasquale Szeged, Hungary 2005 Tibor Tallián – Muzsika


Das ist es, was der Geist der Welt beabsichtigt: Alva z.B., Ernesto kann dagegen nichts tun. Es ist selten geworden, einen ausgebildeten lyrischen Tenor wie János Szerekován auf einer Ungarischen Bühne zu hören. Der gedeckte Pastellklang der vergleichsweise kleinen Stimme schließt heldenhaftere Rollen für ihn aus, aber in den italienischen und französischen lyrischen Tenorrollen des frühen 19. Jahrhunderts (natürlich auch bei Fenton und Rinuccio) erfreut man sich an einer solch innigen Stimme. Ernesto singt viel und wunderschön; ich würde zu gern noch mal seine f-moll Arie in einem der gefühlvollsten Teile von The Rake’s Progress hören. Er singt die A-Dur Serenade von Schuberts Fischermädchen und Mendelssohns Gondellied einfach bezaubernd. Wer würde nicht gern in seiner Kollektion die beliebten Opernszenen von Duetten mit Norina vorweisen, wenn die hohen C's vom Tenor-Solo mit solch großer Flexibilität gesungen werden. In dieser Aufführung hörten wir schließlich, was Donizetti sich vorgestellt hatte: Ernesto begleitet die Norina eine Sexte tiefer als sie, aber in dieser unnachahmlichen Hochzeitsmusik scheint der Tenor, die höchsten Höhen erforschend, sich behutsam dem sanften, vollen Mezzo-Klängen im tieferen Register anzunähern.





ÖNÁLLÓ OPERAEST
OPERNABEND

 

Gerne lade ich Sie zu meinem nächsten

Opernabend ein!

Auf Klavier wird mich der Korrepetitor

des Operettentheaters Budapest,

Balázs Sági begleiten.

Desweiteren stelle ich Ihnen für Hochzeiten

gerne ein Programm aus bekannten

und beliebten Liedern zusammen,

wo ich bei der Orgel von Béla Dolhai

begleitet werde.

Mobil: +36 30 327 82 60

 

 

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  1. Mozart Requiem Benedictus

  2. Rachmanyinov Vesperas

  3. Rachmanyinov Vesperas 2

  4. Haydn-St.Mater Vidit Suum.

  5. Kodály-Missa Brevis Agnus Dei

  6. Brahms-Liebes Lieder Waltzer-

      Nicht Wandle

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      Domine Deus.

  8. Ramírez-Misa Criolla-Gloria

  9. Ramírez-Misa Criolla-Agnus Dei

10. Somebody loves me

11. Maria-Tonight

12. When I'm to sad, and tired

 

 

 

 

SZEREKOVÁN JÁNOS  tenor

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